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Nun komme ich zum Bericht der Arbeitsgruppe III WG3 welcher sich mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels befasst, seine kernaussagen sind folgende:

Die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen

Zwischen 1970 und 2004 ist der weltweite Ausstoß an Treibhausgasen um 70% von 28,7 auf 49 Milliarden Tonnen CO2-Äq. gestiegen. Die CO2-Emissionen stiegen von 1970

bis 2004 um etwa 80% und entsprachen 77% der gesamten anthropogenen THG-Emissionen im Jahr 2004. Den höchsten Anteil an diesem Anstieg hatte die Energieversorgung, deren Ausstoß trotz gestiegener Energieeffizienz um 145 Prozent anstieg. Der Anstieg direkter Emissionen in diesem Zeitraum betrug für den Verkehr 120%, für die Industrie 65%.

Bei den derzeitigen Klimaschutzpolitiken und den damit verbundenen Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung, ist bis zum Jahr 2030 mit einem weiteren Anstieg um 25 bis 90 Prozent (um 9,7 bis 36,7 Milliarden Tonnen CO2-Äq.) zu rechnen. Beim Kohlendioxid könnte der Anstieg sogar 45 bis 110 Prozent betragen. Die Emissionen pro Einwohner in den Entwicklungsländern werden mit 2,8 bis 5,1 t CO2/Kopf im Jahr 2030 niedriger bleiben als in den Industrieländern mit 9,6 bis 15,1 t CO2/Kopf. Um den Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre zu beenden, müssen die Emissionen irgendwann zurückgehen. Je eher dieser Rückgang beginnt, desto niedriger wird die Konzentration bleiben. Die Maßnahmen der nächsten ein bis zwei Jahrzehnte entscheiden also darüber, wie warm die Erde wird. Wg3 s 42-44

Es gibt eine ganze Reihe wirtschaftlicher Maßnahmen, die den Ausstoß an Treibhausgasen verringern könnten. Welche Maßnahme wirtschaftlich ist, hängt davon ab, welchen Preis man für die Vermeidung einer Tonne Kohlendioxid-Äquivalent ansetzt.

Bei einem Preis von 50 US-$/t CO2-Äq. ließen sich bis 2030 13 bis 26 Milliarden Tonnen CO2-Äq. Vermeiden, bei einem Preis von 100 US-$/t CO2-Äq. ließen sich 16 bis 31 Milliarden Tonnen CO2-Äq vermeiden, etwa 6 Milliarden Tonnen sogar durch Maßnahmen, die netto einen Gewinn erbringen. Die gesamte Herausforderung der Emissionsminderung

kann nicht von einem einzigen Sektor oder in einer einzigen Technologie angegangen werden, sondern viele Maßnahmen tragen zum Gesamtergebnis bei. Einige Schlüsseltechnologien sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Energieversorgung

Erhöhte Versorgungs- und Verteilungseffizienz; Übergang von Kohle auf Gas; erneuerbare Energiequellen; Kraft- Wärme-Kopplung

Verkehr

Treibstoffeffizientere Fahrzeuge; Hybridfahrzeuge; sauberere Dieselfahrzeuge, Biotreibstoffe; Verlagerung von Verkehr auf die Schiene und auf öffentliche Verkehrssysteme; bessere Landnutzungs- und Verkehrsplanung

Gebäude

Effiziente Beleuchtung und Tageslichtnutzung; effizientere Elektroeräte und Heiz- und Kühlvorrichtungen; bessere Wärmedämmung; passive und aktive Solarenergienutzung für Heizung und Kühlung; alternative Kühlflüssigkeiten

Industrie

Effizientere Stromnutzung; Wärme- und Stromrückgewinnung; Materialwiederverwertung; prozessspezifische Technologien

Landwirtschaft

Verbessertes Management von Acker- und Weideflächen zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung im Boden; verbesserter Reisanbau; verbesserte Nutzung von Stickstoffdünger; erhöhte Energieeffizienz

Forstwirtschaft

(Wieder-)Aufforstung, verringerte Entwaldung, Nutzung von Forstprodukten als Ersatz für fossile Brennstoffe

Abfall

Methanrückgewinnung; Abfallverbrennung zur Energienutzung; Kompostierung organischer Abfälle, Abfallminimierung

Bis zum Jahr 2030 kommen weitere Technologien auf den Markt; so werden erneuerbare Energiequellen weiter verbessert werden und solare Stromerzeugung dürfte wirtschaftlich werden; Biotreibstoffe der zweiten Generation werden erwartet und die Energieeffizienz dürfte besser werden. Wg3 s 48-50

Die Maßnahmen, die nötig wären, um den Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre auf 445-535 ppm CO2-Äq. zu begrenzen, würden das durchschnittliche weltweite jährliche Wirtschaftswachstum höchstens um 0,12 Prozent reduzieren, wobei die regionalen Auswirkungen größer sein können. Die Maßnahmen hätten aber weitere positive Auswirkungen, wie Vorteile für die Gesundheit durch weniger Luftverschmutzung, verbesserte Energiesicherheit und eine erhöhte landwirtschaftliche Produktion. Ebenso haben Investitionen in Energie-Infrastruktur in Entwicklungsländern und die Erneuerung der Infrastruktur in den Industrieländern eine langfristige Auswirkung auf den Klimaschutz. Oft ist eine Investition in bessere Energieeffizienz wirtschaftlicher als eine in neue Kraftwerke und reduziert neben dem Klimawandel auch die Luftverschmutzung und schafft Arbeitsplätze. Neben Technologien können auch Änderungen des Lebensstils zum Klimaschutz beitragen, etwa durch Konsummuster, die Wert auf den Ressourcenschutz legen, in der Industrie können Managementinstrumente organisatorische Hemmnisse beim Klimaschutz überwinden. Wg3 S52-56

 

Langfristige Emissionsminderung

Um den Anstieg der Erdtemperatur auf 2 bis 2,4 °C zu begrenzen, dürfte die Konzentration an Treibhausgasen 445 bis 490 ppm CO2-Äq nicht überschreiten. Die Wende bei der Emission von Treibhausgasen müsste spätestens bis zum Jahr 2015 eingeleitet werden. Bis zum Jahr 2050 müssten die Emissionen um 50 bis 80 Prozent zurückgehen. Alle anderen Szenarien führen zu einem höheren Temperaturanstieg. Das Ziel kann erreicht werden, durch die Anwendung bereits heute verfügbaren Technologien und solchen, die wahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten auf den Markt kommen. Neben Energieeffizienz spielen bei der Begrenzung auf dem oben genannten niedrigen Niveau vor allem kohlenstofffreie Energiequellen eine entscheidende Rolle, in Zukunft auch die Nutzung von Kohlendioxidabtrennung und –speicherung. Damit kohlenstofffreie Energiequellen ihre angenommene Rolle auch wirklich spielen können, müssen Forschung und Entwicklung in diesem Bereich verstärkt werden. Die Kosten für die notwendigen Maßnahmen entsprechen auch langfristig beim anspruchsvollsten Szenario (Stabilisierung bei 445-535 ppm CO2-Äq.) einer um 0,12 Prozent reduzierten durchschnittlichen jährlichen

BIP-Zuwachsraten .  Wg3 S. 57- 59

 

Klimapolitik

Der Klimapolitik stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, um die notwendigen Emissionsreduzierungen zu erreichen. Eines der wichtigsten: Der Ausstoß von Treibhausgasen muss Geld kosten. Ein Preis von 20 bis 50 US-$ pro Tonne Kohlendioxid-Äquivalent würde viele Optionen wirtschaftlich attraktiv machen. Maßnahmen wie die Verringerung von Subventionen für fossile Brennstoffe, erwiesen sich als umweltwirksam .Daneben können Regierungen etwa mit Steuererleichterungen oder strengen Standards die Anwendung effizienter Techniken fördern und mittels Technologietransfer die Anwendung moderner Techniken auch in anderen Ländern fördern. Wg3 S. 61 – 64

 

Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz

Auch eine grundsätzliche Entscheidung für eine nachhaltige Entwicklung (von der der Klimaschutz ein Bestandteil ist) hätte positive Auswirkungen auf den Klimawandel, etwa der verbesserte Schutz von Wäldern. Ebenso erleichtert der Klimaschutz die nachhaltige Entwicklung, etwa durch verringerte Emissionen und größere Energiesicherheit. In anderen Sektoren müssen die Alternativen sorgfältig geplant werden, sonst könnten z.B. Biotreibstoffe auf Kosten der Ernährungssicherheit gewonnen werden.

 




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