* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt



* mehr
     Facharbeit gesammt
     Hauptteil Wg3
     Hauptteil wg2
     Hauptteil Wg1
     Facharbeit Einleitung

* Links
     Kurzzusammenfassungen
     Annex
     Anlage 3
     Anlage 2
     Anlage 1


Webnews







Die durchschnittlichen Temperaturen in der Arktis

sind in den letzen 100 Jahren fast doppelt so schnell

gestiegen wie im globalen Durchschnitt. Seit den 1980er Jahren stieg die Temperatur auf arktischen Dauerfrostböden im Allgemeinen um 3°C.

Satellitendaten zeigen seit 1978,

dass die durchschnittliche jährliche Ausdehnung des arktischen Meereises um 2,7 [2,1 bis 3,3]% pro Jahrzehnt

geschrumpft ist, wobei die Abnahme im Sommer mit

7,4 [5,0 bis 9,8]% pro Jahrzehnt größer ist.

Vgl.: Wg1 S. 8

 

Der Meeresspiegel steig an: Durch die Erwärmung dehnen die Ozeane sich aus, wodurch sie dazu beitragen, dass der Meeresspiegel ansteigt: Insgesamt stieg er im 20. Jahrhundert um 17 [12 bis 22] cm an;  der globale Meeresspiegel ist im Zeitraum von 1961 bis 2003 mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit

von 1.8 [1.3 bis 2.3] mm pro Jahr gestiegen und 1993 bis 2003 sogar um 3,1 [2.4 bis 3.8] mm pro Jahr.  Wg1 S 7. Abnahme der Gletscher und Eiskappen

trugen ebenfalls zum Anstieg des Meeresspiegels bei . Vgl.: Anlage 1: Wg1 S.5

 

 

Abbildung  SPM.2 zeigt  dass die vom anthropogen Strahlungsantrieb-Faktoren  überwiegen und somit der Mensch die hauptsächliche Schuld an der Erderwärmung trägt. Die Weitaus wichtigsten Ursachen für die Erderwärmung sind Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), die den Treibhauseffekt um 2,3 Watt pro m² erhöhten. Vgl.: Anlage1: Wg1 S.4

Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre ist von vorindustriellen 280 ppm (parts per million;  „Teile pro Millionen&ldquo

 auf 379 ppm im Jahr 2005 angestiegen und übertrifft somit bei Weitem die natürliche Schwankungsbreite in den letzten 650.000 Jahren, die aus Eisbohrkernen bekannt ist und zwischen 180 und 300 ppm lag.

Die jährliche Wachstumsrate der atmosphärische Kohlendioxidkonzentration betrug zwischen 1960 und 2005 1,4 ppm pro Jahr und zwischen 1995 und 2005  1,9 ppm pro Jahr. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe ist, neben den  mit Landnutzungsänderungen verbundenen Kohlendioxidemissionen, die Hauptursache für den Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

Vgl.:  Anlage 1Wg1 S.2

 

 

Die atmosphärische Methan-Konzentration ist von einem vorindustriellen Wert von etwa 715 ppb (parts per billion; “Teile pro Milliarden&rdquo

Bis 2005  auf einen wert von 1774 ppb  gestiegen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass

der beobachtete Anstieg der Methan-Konzentration auf

menschliche Aktivitäten, vor allem Landwirtschaft und

Verbrauch fossiler Brennstoffe, zurückzuführen ist.

 

Die Lachgas-Konzentration in der Atmosphäre ist

von einem vorindustriellen Wert von etwa 270 ppb auf

319 ppb im Jahr 2005 angestiegen. Mehr als ein Drittel

aller Lachgasemissionen sind anthropogen und primär

durch die Landwirtschaft verursacht.

Vgl.: Anlage 1wg1 S.3

2.12.07 18:30


Zu den mit diesem Temperaturanstieg verbundenen Folgen der globalen Erwärmung, die der Bericht auflistet, gehören unter anderem ein Anstieg des Meeresspiegels im 20. Jahrhundert um 17 Zentimeter – seit 1993 sogar um 3,1 Millimeter pro Jahr; schmelzende Gletscher, die Verringerung der schneebedeckten Erdoberfläche um 5 Prozent seit 1980, der in den letzten Jahren deutlich beschleunigte Rückgang des Meereises; häufigere Starkregen; zunehmende Regenfälle in Nordeuropa und im östlichen Nord- und Südamerika; zunehmende Trockenheit im Mittelmeerraum, in der Sahel, in Südafrika und Teilen Südasiens; zunehmende Hitzewellen und heftigere tropische Stürme.

Für die Zukunft erwartet der Bericht eine weiter anhaltende Erderwärmung. Zur Ermittlung der möglichen Bandbreite werden verschiedene Szenarien aufgestellt, die mit jeweils unterschiedlichen Annahmen über Indikatoren wie Bevölkerungsentwicklung oder Wirtschaftswachstum operieren. Die hieraus resultierenden Emissionsszenarien lassen sich in der Regel einer der vier charakteristischen Szenario-Familien (A1 (nochmals unterteilt in die Szenariogruppen A1C, A1G, A1B, A1T), A2, B1, B2) zuordnen. Im günstigsten Szenario B1 beträgt der Anstieg der Durchschnittstemperatur bis zur Dekade 2090-2100 1,8 °C (mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 1,1–2,9 °C), im ungünstigsten Fall A1Fl 4,0 °C (2,4–6,4 °C). In höheren Breiten wird die Temperatur voraussichtlich stärker steigen als in Äquatornähe. Der Meeresspiegel steigt gemäß den zugrunde gelegten Szenarien bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um mindestens 18–38 cm und um höchstens 26–59 cm, wobei einige komplizierte Annahmen über das künftige Verhalten von Eisschilden zugrunde gelegt wurden.[3] Auch der Bericht weist ausdrücklich darauf hin, dass die zur Zeit verwendeten Modelle die vollen Auswirkungen der Änderungen des Eisschildflusses wie auch Unsicherheiten in der Klima-Kohlenstoffkreislauf-Rückkoppelung nicht beinhalten, da zur Zeit der Berichterstellung eine entsprechende Grundlage in der publizierten Literatur fehlte. Ein höherer Anstieg des Meeresspiegels kann daher nicht ausgeschlossen werden.

5.12.07 02:31


Zukünftige Erderwärmung

Modellexperimente zeigen, dass selbst wenn die  Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre auf dem  Niveau des Jahres 2000 konstant gehalten würden, würde die Temperatur um 0,1 °C pro Jahrzehnt weiter ansteigen. Dieser Anstieg liegt vor allem an der langsamen Reaktion der Ozeane. Gleichbleibende oder ansteigende Emissionen führen zu Temperaturerhöhungen von 0,2 °C pro Jahrzehnt für die nächsten beiden Jahrzente.

Danach unterscheiden sich die Emissionen je nach Emissionszenario gewaltig:

Je nach Szenario liegt die mögliche Erwärmung im 21. Jahrhundert zwischen 1,1 und 6,4 °C. Die niedrigste Temperaturerhöhung (1,1 - 2,9 °C, am wahrscheinlichsten 1,8 °C) würde eintreten, wenn durch schnellen Strukturwandel und die Einführung sauberer und effizienter Technologien der Anstieg der Treibhausgase auf etwa 600 ppm beschränkt würde. Den höchsten Temperaturanstieg (um 2,4 - 6,4 °C, am wahrscheinlichsten 4,0 °C) erwartet der IPCC, wenn bei anhaltendem Wirtschaftswachstum der Weg der Verbrennung fossiler Brennstoffe nicht verlassen wird  Wg1 s 13

 

Unter den gleichen Annahmen zur Emissionsentwicklung zeigen die Modelle im Laufe des Jahrhunderts einen Meeresspiegelanstieg von 18-38 cm für ein niedriges Szenario und 26 bis 59 cm für ein hohes Szenario.

Vgl Anlage SPM.3 S 13

 

Steigende atmosphärische Kohlendioxidkonzentrationen führen zu einer zunehmenden Versauerung der Ozeane. Der pH-Wert der mittleren globalen Meeresoberflächen  wird voraussichtlich zur bisherigen Abnahme von 0,1 Einheiten, seit der vorindustriellen Zeit, über das 21. Jahrhundert  um 0,14 - 0,35 Einheiten sinken.  Wg1 S 15

 

7.12.07 16:54


Nun komme ich zum Bericht der Arbeitsgruppe II WG2 welcher sich mit der Verwundbarkeit von sozioökonomischen und ökologischen Systemen durch Klimaänderungen befasst, seine kernaussagen sind folgende:

 

Der derzeitiger Kenntnisstand über künftige Auswirkungen:

 

Süßwasser: Der Jahresabfluss in Flüssen und die Wasserverfügbarkeit in hohen Breiten und einigen feuchten tropischen Regionen wird um 10-40% ansteigen, in den trockenen Regionen der mittleren Breiten und der Tropen aber um 10-30% abnehmen. Sowohl Dürreperioden als auch Überschwemmungen durch Starkregen werden zunehmen. In Regionen, die von Schmelzwasser aus den Bergen abhängen (gegenwärtig ein Sechstel der Weltbevölkerung), wird durch den Rückgang der in Gletschern und Schneedecken gespeicherten Wassermenge Wasser knapper werden.

 

Ökosysteme: Es ist wahrscheinlich, dass die Widerstandsfähigkeit zahlreicher

Ökosysteme in diesem Jahrhundert überschritten wird. Wahrscheinlich wird gegen Mitte des Jahrhunderts die Aufnahme von Kohlendioxid durch die Ökosysteme einen Höchststand erreichen ,anschließend schwächer werden  oder sich sogar umkehren , wodurch sich der Klimawandel verstärken würde. Für 20 bis 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten steigt das Aussterberisiko bei einem Temperaturanstieg von mehr als 1,5 bis 2,5 °C. Die Auswirkungen auf die Ökosysteme haben überwiegend schädliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die von den Ökosystemen erbrachten Dienstleistungen, wie z.B. Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

 

Nahrungsmittel, Faserstoffe und Holzproduktion: Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Temperaturerhöhungen sowie Dürren und Überschwemmungen die Nahrungsmittelproduktion reduzieren. Eine Anpassung, wie etwa veränderte Sorten sowie Anpflanzungs- bzw. Aussaatzeiten, ermöglicht, bei mäßiger Erwärmung , in mittleren bis hohen Breiten, die Getreideerträge auf derzeitigem oder höherem Niveau zu halten.

Global gesehen ist in der Holzproduktion bei einer Klimaänderung kurz- bis mittelfristig ein mäßiger Anstieg der wirtschaftlichen Ertragsfähigkeit.

Infolge fortschreitender Erwärmung sind bei der Verbreitung und Produktion bestimmter Fischarten regionale

Veränderungen,  mit nachteiligen Auswirkungen für Aquakulturen und Fischereien zu erwarten.

 

Küsten und tiefliegende Gebiete: Küsten sind durch die Klimaänderung und des Anstiegs des Meeresspiegels höheren Risiken, etwa durch Erosion, ausgesetzt. Dieser Effekt wird durch den zunehmenden Druck des Menschen auf die Küsten noch verschärft.

Korallen, welche durch Hitzestress verwundbar sind, werden bei einem Anstieg der Meeresoberflächentemperatur um ca. 1-3°C großräumig absterben.

7.12.07 18:36


Nun komme ich zum Bericht der Arbeitsgruppe II WG2 welcher sich mit der Verwundbarkeit von sozioökonomischen und ökologischen Systemen durch Klimaänderungen befasst, seine kernaussagen sind folgende:

 

Der derzeitiger Kenntnisstand über künftige Auswirkungen:

 

Süßwasser: Der Jahresabfluss in Flüssen und die Wasserverfügbarkeit in hohen Breiten und einigen feuchten tropischen Regionen wird um 10-40% ansteigen, in den trockenen Regionen der mittleren Breiten und der Tropen aber um 10-30% abnehmen. Sowohl Dürreperioden als auch Überschwemmungen durch Starkregen werden zunehmen. In Regionen, die von Schmelzwasser aus den Bergen abhängen (gegenwärtig ein Sechstel der Weltbevölkerung), wird durch den Rückgang der in Gletschern und Schneedecken gespeicherten Wassermenge Wasser knapper werden.

 

Ökosysteme: Es ist wahrscheinlich, dass die Widerstandsfähigkeit zahlreicher

Ökosysteme in diesem Jahrhundert überschritten wird. Wahrscheinlich wird gegen Mitte des Jahrhunderts die Aufnahme von Kohlendioxid durch die Ökosysteme einen Höchststand erreichen ,anschließend schwächer werden  oder sich sogar umkehren , wodurch sich der Klimawandel verstärken würde. Für 20 bis 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten steigt das Aussterberisiko bei einem Temperaturanstieg von mehr als 1,5 bis 2,5 °C. Die Auswirkungen auf die Ökosysteme haben überwiegend schädliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die von den Ökosystemen erbrachten Dienstleistungen, wie z.B. Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

 

Nahrungsmittel, Faserstoffe und Holzproduktion: Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Temperaturerhöhungen sowie Dürren und Überschwemmungen die Nahrungsmittelproduktion reduzieren. Eine Anpassung, wie etwa veränderte Sorten sowie Anpflanzungs- bzw. Aussaatzeiten, ermöglicht, bei mäßiger Erwärmung , in mittleren bis hohen Breiten, die Getreideerträge auf derzeitigem oder höherem Niveau zu halten.

Global gesehen ist in der Holzproduktion bei einer Klimaänderung kurz- bis mittelfristig ein mäßiger Anstieg der wirtschaftlichen Ertragsfähigkeit.

Infolge fortschreitender Erwärmung sind bei der Verbreitung und Produktion bestimmter Fischarten regionale

Veränderungen,  mit nachteiligen Auswirkungen für Aquakulturen und Fischereien zu erwarten.

 

Küsten und tiefliegende Gebiete: Küsten sind durch die Klimaänderung und des Anstiegs des Meeresspiegels höheren Risiken, etwa durch Erosion, ausgesetzt. Dieser Effekt wird durch den zunehmenden Druck des Menschen auf die Küsten noch verschärft.

Korallen werden vermutlich in Zukunft noch vermehrt ausbleichen und großräumig absterben und Küsten-Ökosysteme wie Salzmarschen und Mangroven werden besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein. Von Fluten infolge des ansteigenden Meeresspiegels werden viele Millionen Menschen betroffen sein, insbesondere in den Großdeltas Asiens und Afrikas und auf kleinen Inseln.

 

Industrie, Siedlungen und Gesellschaft: Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich, jedoch insgesamt betrachtet umso negativer, je größer die Klimaänderung ausfällt. Dies gilt besonders in Küstennähe und in Überschwemmungsgebieten und für Sektoren, die von klimatisch sensiblen Ressourcen wie Wasser- und Nahrungsmittelversorgung abhängen, die vom Klimawandel und extremen Wetterereignissen betroffen sind. Arme Bevölkerungsgruppen werden aufgrund ihrer geringeren Möglichkeiten zur Anpassung stärker betroffen sein.

Gesundheit: Der Klimawandel wird Auswirkungen auf die Gesundheit von Millionen Menschen haben, etwa durch zunehmende Unterernährung und ihre Folgen. Erhöhte Sterblichkeit, mehr Erkrankungen und Verletzungen aufgrund von erhöhten Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, Bränden und Dürren sowie zunehmender Durchfallerkrankungen und die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern sind zu erwarten. Positive Effekte wie z.b weniger Kältetode in hohen Breiten werden durch negative Effekte mehr als aufgehoben. Faktoren wie öffentliche Gesundheitsvorsorge, Bildungs- und Gesundheitswesen, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung werden in Zukunft entscheidende Bedeutung für die Gesundheit der Bevölkerung haben.

 

 

In Afrika werden bis 2020 durch den Klimawandel zwischen 75 bis 250 Millionen Menschen unter zunehmendem Wassermangel leiden. Die Anbaufläche für Nahrungsmittel und die Erträge werden abnehmen, in manchen Regionenum bis zu 50 Prozent und die Unterernährung wird zunehmen. Afrika ist gegenüber den Klimaveränderungen einer der verwundbarsten Kontinente. Die Kosten für Anpassungsmaßnahmen könnten mindestens 5-10 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen.

 

In Asien wird die Verfügbarkeit von Süßwasser in den großen Flussbecken abnehmen, bis Mitte des Jahrhunderts könnten hiervon mehr als eine Milliarde Menschen betroffen sein. In den Schwellenländern mit schneller Verstädterung und Industrialisierung könnte der Klimawandel die nachhaltige Entwicklung gefährden. In den großen Küstendeltas Süd-, Ost- und Südostasiens nimmt das Risiko von Überflutungen zu.6 Fluten und Dürren könnten Durchfallerkrankungen zunehmen lassen, steigende Wassertemperaturen die Cholera fördern.

 

In Australien und Neuseeland nehmen die Probleme bei der Wasserversorgung zu. Bis zum Jahr 2030 wird die land- und forstwirtschaftliche Produktion aufgrund vermehrt auftretender Dürre und Brände in weiten Teilen Süd- und Ostaustraliens sowie in Teilen des östlichen Neuseelands voraussichtlich einen Rückgang verzeichnen . Verluste an Biodiversität treten bereits bis 2020 in Gebieten wie dem Great Barrier Reef, den Kakadu-Feuchtgebieten und in alpinen Bereichen ein. Stürme und Küstenüberflutungen werden zunehmen und immer mehr Menschen betreffen.

 

In Europa werden fast alle Regionen unter dem Klimawandel durch Rückzug der Gletscher, Überschwemmungen, zunehmende Stürme und Verluste an Artenvielfalt und Ökosystemen leiden. Südeuropa wird unter zunehmender Trockenheit und geringeren Erträgen in der Landwirtschaft leiden, auch in Mittel- und Osteuropa könnten Trockenzeiten häufiger werden. Auch in Nordeuropa dürften die Schäden durch Überschwemmungen die Vorteile wie z.B. verminderter Heizbedarf, steigende Ernteerträge und verstärktes Waldwachstum überwiegen.

In Lateinamerika könnte zunehmende Trockenheit dazu führen, dass die Regenwälder im östlichen Amazonasgebiet durch eine Savannenvegetation ersetzt werden. In den Tropen besteht die Gefahr des Verlustes an biologischer Vielfalt, in den trockenen Regionen könnte es zur Wüstenbildung und zur Abnahmen der landwirtschaftlichen Erträge kommen. Änderungen der Niederschlagsverteilung könnten die Wasserversorgung und Energiegewinnung beeinträchtigen.

In Nordamerika könnte die Wasserknappheit im Westen durch eine zurückgehende Schneedecke in den Bergen verschärft werden. Sehr wahrscheinlich werden auch Brände, Schädlingsbefall und Krankheiten in den Wäldern zunehmen. Hitzewellen werden in den Städten, die schon heute darunter leiden, zunehmen. Küstenstädte und -ökosysteme werden durch den Klimawandel, im Zusammenspiel mit Bebauung und Verschmutzung, besonders leiden. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind regional sehr unterschiedlich, vom Regen abhängige Kulturen könnten besser wachsen, Bewässerungskulturen unter zunehmender Trockenheit leiden.

In den Polarregionen werden Dicke und Ausmaß der Gletscher und Eisschilde weiter zurückgehen, und die Ökosysteme sich verändern. Dies wird Seevögel und Säugetiere negativ betreffen. Die traditionelle Lebensweise der Bewohner der Arktis ist gefährdet.

Kleine Inseln sind besonders vom ansteigenden Meeresspiegel und seine Auswirkungen auf die Küsten betroffen, der zudem Fischerei und Tourismus schädigen könnte. Außerdem gefährdet der Klimawandel insbesondere in der Karibik und im Pazifik die Wasserversorgung.

Wg2 S24-30

7.12.07 20:34


Nun komme ich zum Bericht der Arbeitsgruppe II WG2 welcher sich mit der Verwundbarkeit von sozioökonomischen und ökologischen Systemen durch Klimaänderungen befasst, seine kernaussagen sind folgende:

 

Derzeitiger Kenntnisstand über beobachtete Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Umwelt

 

Die Ergebnisse zeigen, dass bereits jetzt zahlreiche natürliche Systeme von Klimaänderungen betroffen sind. Zu den Veränderungen, die bereits heute zu beobachten sind, gehören Änderungen in der Eis- und Schneedecke in den kalten Regionen der Erde. Diese äußern sich zum Beispiel in der Vergrößerung und vermehrte Anzahl von Gletscherseen, in der Erhöhten Instabilität des Bodens in Permafrostgebieten sowie Bergstürze in Gebirgsregionen. Erhöhter Abfluss und früher eintretende Abflusshöchstmengen im Frühling bei zahlreichen von Gletschern und Schnee gespeisten Flüssen sowie die Erwärmung von Seen und Flüssen in vielen Regionen mit Auswirkungen auf die thermische Struktur und die Wasserqualität sind ebenfalls erkennbar.

Arktische und antarktische Ökosysteme ändern sich, betroffen sind auch die Raubtiere an der Spitze der Nahrungskette.

Die Änderungen treffen aber nicht nur die kalten Regionen. überall tritt der Frühling, gemessen an Ereignissen wie Blattentfaltung, Vogelzug und Eiablage früher auf. Außerdem verschieben sich die Verbreitungsgebiete von Tieren und Pflanzen polwärts und in höhere Lagen in den Bergen. Ebenso verschieben sich die Verbreitungsgebiete von Algen, Plankton und Fischen in den Weltmeeren, Algen und Zooplankton nehmen in hohen Breiten und in höher gelegenen Seen zu. Die Fischwanderungen in den Flüssen finden ebenfalls früher statt.

Daneben gibt es weitere Veränderungen, wo die Zuordnung zum Klimawandel weniger eindeutig ist, da sie durch nicht klimatische Antriebselemente schwieriger zu erkennen sind. Dazu gehören zum Beispiel zunehmende Waldbrände und Schädlingsbefall in den Forsten, oder die Todesfolgen durch Hitzewellen in Europa.

Wg2  S.20-22

 

Der derzeitiger Kenntnisstand über künftige Auswirkungen:

 

Süßwasser: Der Jahresabfluss in Flüssen und die Wasserverfügbarkeit in hohen Breiten und einigen feuchten tropischen Regionen wird um 10-40% ansteigen, in den trockenen Regionen der mittleren Breiten und der Tropen aber um 10-30% abnehmen. Sowohl Dürreperioden als auch Überschwemmungen durch Starkregen werden zunehmen. In Regionen, die von Schmelzwasser aus den Bergen abhängen (gegenwärtig ein Sechstel der Weltbevölkerung), wird durch den Rückgang der in Gletschern und Schneedecken gespeicherten Wassermenge Wasser knapper werden.

 

Ökosysteme: Es ist wahrscheinlich, dass die Widerstandsfähigkeit zahlreicher

Ökosysteme in diesem Jahrhundert überschritten wird. Wahrscheinlich wird gegen Mitte des Jahrhunderts die Aufnahme von Kohlendioxid durch die Ökosysteme einen Höchststand erreichen ,anschließend schwächer werden  oder sich sogar umkehren , wodurch sich der Klimawandel verstärken würde. Für 20 bis 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten steigt das Aussterberisiko bei einem Temperaturanstieg von mehr als 1,5 bis 2,5 °C. Die Auswirkungen auf die Ökosysteme haben überwiegend schädliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die von den Ökosystemen erbrachten Dienstleistungen, wie z.B. Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

 

Nahrungsmittel, Faserstoffe und Holzproduktion: Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Temperaturerhöhungen sowie Dürren und Überschwemmungen die Nahrungsmittelproduktion reduzieren. Eine Anpassung, wie etwa veränderte Sorten sowie Anpflanzungs- bzw. Aussaatzeiten, ermöglicht, bei mäßiger Erwärmung , in mittleren bis hohen Breiten, die Getreideerträge auf derzeitigem oder höherem Niveau zu halten.

Global gesehen ist in der Holzproduktion bei einer Klimaänderung kurz- bis mittelfristig ein mäßiger Anstieg der wirtschaftlichen Ertragsfähigkeit.

Infolge fortschreitender Erwärmung sind bei der Verbreitung und Produktion bestimmter Fischarten regionale

Veränderungen,  mit nachteiligen Auswirkungen für Aquakulturen und Fischereien zu erwarten.

 

Küsten und tiefliegende Gebiete: Küsten sind durch die Klimaänderung und des Anstiegs des Meeresspiegels höheren Risiken, etwa durch Erosion, ausgesetzt. Dieser Effekt wird durch den zunehmenden Druck des Menschen auf die Küsten noch verschärft.

Korallen werden vermutlich in Zukunft noch vermehrt ausbleichen und großräumig absterben und Küsten-Ökosysteme wie Salzmarschen und Mangroven werden besonders vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein. Von Fluten infolge des ansteigenden Meeresspiegels werden viele Millionen Menschen betroffen sein, insbesondere in den Großdeltas Asiens und Afrikas und auf kleinen Inseln.

 

Industrie, Siedlungen und Gesellschaft: Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich, jedoch insgesamt betrachtet umso negativer, je größer die Klimaänderung ausfällt. Dies gilt besonders in Küstennähe und in Überschwemmungsgebieten und für Sektoren, die von klimatisch sensiblen Ressourcen wie Wasser- und Nahrungsmittelversorgung abhängen, die vom Klimawandel und extremen Wetterereignissen betroffen sind. Arme Bevölkerungsgruppen werden aufgrund ihrer geringeren Möglichkeiten zur Anpassung stärker betroffen sein.

Gesundheit: Der Klimawandel wird Auswirkungen auf die Gesundheit von Millionen Menschen haben, etwa durch zunehmende Unterernährung und ihre Folgen. Erhöhte Sterblichkeit, mehr Erkrankungen und Verletzungen aufgrund von erhöhten Hitzewellen, Stürme, Überschwemmungen, Bränden und Dürren sowie zunehmender Durchfallerkrankungen und die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern sind zu erwarten. Positive Effekte wie z.b weniger Kältetode in hohen Breiten werden durch negative Effekte mehr als aufgehoben. Faktoren wie öffentliche Gesundheitsvorsorge, Bildungs- und Gesundheitswesen, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung werden in Zukunft entscheidende Bedeutung für die Gesundheit der Bevölkerung haben.

 

 

In Afrika werden bis 2020 durch den Klimawandel zwischen 75 bis 250 Millionen Menschen unter zunehmendem Wassermangel leiden. Die Anbaufläche für Nahrungsmittel und die Erträge werden abnehmen, in manchen Regionenum bis zu 50 Prozent und die Unterernährung wird zunehmen. Afrika ist gegenüber den Klimaveränderungen einer der verwundbarsten Kontinente. Die Kosten für Anpassungsmaßnahmen könnten mindestens 5-10 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen.

 

In Asien wird die Verfügbarkeit von Süßwasser in den großen Flussbecken abnehmen, bis Mitte des Jahrhunderts könnten hiervon mehr als eine Milliarde Menschen betroffen sein. In den Schwellenländern mit schneller Verstädterung und Industrialisierung könnte der Klimawandel die nachhaltige Entwicklung gefährden. In den großen Küstendeltas Süd-, Ost- und Südostasiens nimmt das Risiko von Überflutungen zu.6 Fluten und Dürren könnten Durchfallerkrankungen zunehmen lassen, steigende Wassertemperaturen die Cholera fördern.

 

In Australien und Neuseeland nehmen die Probleme bei der Wasserversorgung zu. Bis zum Jahr 2030 wird die land- und forstwirtschaftliche Produktion aufgrund vermehrt auftretender Dürre und Brände in weiten Teilen Süd- und Ostaustraliens sowie in Teilen des östlichen Neuseelands voraussichtlich einen Rückgang verzeichnen . Verluste an Biodiversität treten bereits bis 2020 in Gebieten wie dem Great Barrier Reef, den Kakadu-Feuchtgebieten und in alpinen Bereichen ein. Stürme und Küstenüberflutungen werden zunehmen und immer mehr Menschen betreffen.

 

In Europa werden fast alle Regionen unter dem Klimawandel durch Rückzug der Gletscher, Überschwemmungen, zunehmende Stürme und Verluste an Artenvielfalt und Ökosystemen leiden. Südeuropa wird unter zunehmender Trockenheit und geringeren Erträgen in der Landwirtschaft leiden, auch in Mittel- und Osteuropa könnten Trockenzeiten häufiger werden. Auch in Nordeuropa dürften die Schäden durch Überschwemmungen die Vorteile wie z.B. verminderter Heizbedarf, steigende Ernteerträge und verstärktes Waldwachstum überwiegen.

In Lateinamerika könnte zunehmende Trockenheit dazu führen, dass die Regenwälder im östlichen Amazonasgebiet durch eine Savannenvegetation ersetzt werden. In den Tropen besteht die Gefahr des Verlustes an biologischer Vielfalt, in den trockenen Regionen könnte es zur Wüstenbildung und zur Abnahmen der landwirtschaftlichen Erträge kommen. Änderungen der Niederschlagsverteilung könnten die Wasserversorgung und Energiegewinnung beeinträchtigen.

In Nordamerika könnte die Wasserknappheit im Westen durch eine zurückgehende Schneedecke in den Bergen verschärft werden. Sehr wahrscheinlich werden auch Brände, Schädlingsbefall und Krankheiten in den Wäldern zunehmen. Hitzewellen werden in den Städten, die schon heute darunter leiden, zunehmen. Küstenstädte und -ökosysteme werden durch den Klimawandel, im Zusammenspiel mit Bebauung und Verschmutzung, besonders leiden. Die Auswirkungen auf die Landwirtschaft sind regional sehr unterschiedlich, vom Regen abhängige Kulturen könnten besser wachsen, Bewässerungskulturen unter zunehmender Trockenheit leiden.

In den Polarregionen werden Dicke und Ausmaß der Gletscher und Eisschilde weiter zurückgehen, und die Ökosysteme sich verändern. Dies wird Seevögel und Säugetiere negativ betreffen. Die traditionelle Lebensweise der Bewohner der Arktis ist gefährdet.

Kleine Inseln sind besonders vom ansteigenden Meeresspiegel und seine Auswirkungen auf die Küsten betroffen, der zudem Fischerei und Tourismus schädigen könnte. Außerdem gefährdet der Klimawandel insbesondere in der Karibik und im Pazifik die Wasserversorgung.

Wg2 S24-30

Über die volkswirtschaftlichen Nettokosten durch den Ausstoß von Kohlendioxid gibt es wenige zuverlässige Untersuchungen. Diese schwanken je nach den zu Grunde liegenden Annahmen etwa für Kohlendioxid von 3 bis 95 US-Dollar pro Tonne. Zu beachten ist auch, dass zahlreiche nicht-finanzielle Schäden nicht eingerechnet werden können und somit die Schadenskosten unterschätzt werden. In der Summe zeigen die Untersuchungen aber, dass die Kosten des Klimawandels erheblich sind und dass sie je nach Land, Region, betroffenem Sektor etc. sehr unterschiedlich sein können.

Wg2 S33

Reaktionen auf die Klimaänderungen

Die Menschheit beginnt bereits, sich an den Klimawandel anzupassen. So wird die Klimaänderung z.B. bei der Gestaltung von Infrastrukturprojekten, wie dem Küstenschutz auf den Malediven und in den Niederlanden berücksichtigt. Dieses ist auch nötig, da aufgrund der vergangenen Emissionen ein weiterer Temperaturanstieg bis Ende das nächsten Jahrhunderts um weitere 0,6 °C bereits unvermeidlich ist. Die möglichen Anpassungsmaßnahmen sind sehr vielfältig, sie reichen von rein technologischen Maßnahmen (z.B. Schutzbauten am Meer) über verhaltensbezogene (z. B. Änderungen bei der Auswahl von Nahrungsmitteln und Freizeitbeschäftigungen) bis hin zu Bewirtschaftungsmaßnahmen (z.B. Änderungen der landwirtschaftlichen Praxis) und zu politischen Maßnahmen (z. B. Planungsbestimmungen).  Aber Anpassung alleine kann das Problem nicht lösen, da die Auswirkungen des Klimawandels mit steigender Temperatur immer weiter zunehmen. Dazu kommt, dass die Folgen durch andere Belastungen verschärft werden können, so leiden etwa die Korallen in den Weltmeeren nicht nur durch Versauerung und Klimaerwärmung, sondern auch durch chemische Wasserverschmutzung und Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft.

 

Es ist deutlich geworden, dass die Auswirkungen des Klimawandels sehr von gesellschaftlichen Entscheidungen abhängen: Eine Entscheidung für eine nachhaltige Entwicklung kann die Verletzlichkeit von Gesellschaften durch den Klimawandel verkleinern. Durch die richtigen Maßnahmen können zudem viele der befürchteten Auswirkungen des Klimawandels noch vermieden werden. Ohne solche Vermeidungsmaßnahmen würde die Fähigkeit der menschlichen Gesellschaften zur Anpassung an den Klimawandel wohl nicht ausreichen.

Wg 2 S 35-36

7.12.07 23:14


so gestern und heute mal den 1.und leichteren teil der facharbeit fertig gemacht.... hmm jetzt kommt nur noch des blöde...

 

so etz mal facharbeit gesammt erstellt...
25.12.07 16:46


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung